(3D-Druck) Drucktechnik/Ideenfindung

Moin, erstmal ein kleiner Überblick zu meinem Projekt:
Ich male große Acrylbilder, bei denen ich mehrere Schichten von Farbverläufen übereinanderspritze (Anhang 1) und versuche schon seit einer Weile, eine zeiteffizientere Methode zu finden, mit der ich kleinere Formate in Serie auf Papier oder MDF-Platten drucken kann. Dafür hab ich uA grobe Lochbleche als Siebe und Legoplatten ausprobiert (Anhang 2), aber dabei ist immer eine Menge Farbe daneben gegangen und es wäre schwierig, zusätzliche versetzte Lagen aufzutragen.

  1. Daher würde ich gern (morgen, 01.12.?) vorbeikommen, um eine optimierte Stiftplatte mit dem 3D-Drucker herzustellen (Anhang 3). Vielleicht könnt ihr mir ja schonmal Feedback zur Machbarkeit und Exportformatierung, etc. geben? Aktuell sind die Stifte im Modell nur 2mm dick, aber ca. 10mm hoch und 4-5mm auseinander, ist das zu fein? Größer zu skalieren wäre kein Problem, aber je kleiner, um so besser. Sie sollten schon halbwegs stabil sein, dass ich sie säubern und wiederverwenden kann.
  2. Vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen, wenn halbwegs klar ist, wo ich hinwill? Ich habe auch schon überlegt, mit dem Standbohrer eine Platte zigmal zu durchlöchern und dann auszugießen oder Stifte reinzustecken, aber der Arbeitsaufwand ist unrealistisch. Ein Sieb funktioniert nicht, weil es beim nächsten Durchgang auf der alten Farbe aufliegt und die neue Farbe darunter zerfließt.
    08g
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Bildschirmfoto 2022-11-30 um 11.37.57
Nochmal zum Prozess: Ich tauche die Stifte verkehrt herum in eine Schale mit Farbe und drücke sie dann aufs Papier. Das mache ich dann mehrmals mit unterschiedlichen Farben und leichtem Versatz, bis es keine Lücken mehr gibt. Bei den Legoplatten war das Problem, dass die Noppen nicht weit genug hervorstehen, und sobald ich sie zu tief in die Farbe eintauche bleibt diese an der tieferen Platte und dazwischen hängen. An sich will ich aber so viel Farbe wie möglich mitnehmen, um einen schönen Reliefeffekt zu haben.

Eigentlich sollte das funktionieren.

Ich würde allerdings zuerst mit kleineren Prototypen experimentieren (z.Bsp. 5x5 statt 20x20 Stifte …).

Danke für das Feedback :slight_smile: Es würde sich wahrscheinlich lohnen, kleinere Versionen in leicht unterschiedlichen Größen zu drucken. Komme ich dann einfach morgen um 18:30 in die machBar?

Was hälst du von einer Lochplatte, wo du die Stifte je nach Bedarf wechseln kannst, oder abgebrochen ersetzen?

Theoretisch ein guter Gedanke, aber wenn ich auf A3 drucken will, wären das schon ca. 1000 Stifte, die ich einsetzen und wechseln müsste. Stellst du dir das auch selbstgedruckt vor? Oder aus welchem Material?

Just brainstorming:
Wie wäre es mit einer positiv-Form aus dem 3D-Drucker. Danach Latex Negativform.
Danach resin-casting (also mit flüssigem Epoxy auffüllen).
Das sollte sehr haltbar und halbwegs schnell herstellbar sein.

Das ist wahrscheinlich die beste Idee für einen richtiges Modell, aber dann teste ich jetzt erstmal den optimalen Durchmesser und Abstand mit ein paar kleineren gedruckten Prototypen.
Wenn ich das auf die Reihe kriege, würde ich die Stifte dann auch nicht in Reihen, sondern randomisiert anlegen.

Das Sollte mit dem FDM verfahren schon gehen … kleiner skalieren sehe ich da ehr schwirig …
dann im Resindruck und da ist die Fläche dann doch etwas beschrenkt

Damit wärst du schnell und variabel randomisiert unterwegs:

Also einfach mit unterschiedlich dicken Stiften die Form in ein weiches Medium hereindrücken…

Wir haben gestern ein paar Dinge probiert:

  1. erstmal den 3D Druck. Das dauert und A3 wären schon arg viele “Fliesen” die man da zusammenkleben muss.
  2. dann mit dem Lasercutter + nägeln → das war mit mini-nägeln sehr unregelmäßig, nägel sind seehr unterschiedlich, auch abschleifen auf eine höhe war eher nicht so geil.

Was wir beide denken, dass gut ist:

Aus einem netten Material (POM oder so, dieses Frühstücksbrett-Material) mit der Fräse exaktes Lochmuster bohren und dann vorgefertigte Stifte einsetzen.
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Im Bild eher die Luxusvariante mit Edelstahl

aber gibts sicher auch in billig

Alles ziemlich teuer.
Die optimallösung sagte @Niki wären an sich röhren, weil die in sich drin nochmal mehr farbe aufnehmen können.

Nun könnte man sich einen automatischen-Abschneider vorstellen, der PTFE Rohr abschneidet.
oder irgendwie mitm Laser Rohre auf selbe länge…

Danke für eure Vorschläge. Wenn bis dahin noch jemand da ist, würde ich spätestens in einer halben Stunde vorbeikommen, um meinen Druck abzuholen und erstmal zu probieren, wie es damit läuft.

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Hey, ich hatte noch keine Zeit, mir ernsthaft Gedanken über Alternativen für größere Formate zu machen, aber der 3D-gedruckte Stempel hat trotz der engen Abstände wirklich traumhaft funktioniert und es ist keine Farbe dazwischen hängen geblieben :)) hab aber dabei noch einige Stifte mehr abgebrochen.
2022.12.03-Print-#001

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Ich hab davon noch ein paar über… Simum die 50

@Niki Mechanik Profs reden immer von der Kerbe als sollbruchstelle:

Das Modell sollte fester sein, sehr viel fester.

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aufjedenfall!!! ein “bevel” ist immer besser … kann man in Fusion auch recht einfach erstellen…
ich zeige gerne wie

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